Mit dem WoMo in Schweden

Sommer 2018

 
15Juli
2018

befestigte vs. unbefestigte Straße

so mal zwischendurch:

in Schweden gelten etwas andere Maßstäbe, was die Bezeichnung "befestigte Straße" angeht, dieses ist zum Beispiel eine:

 

eine unbefestigte Straße sieht so aus:

 

15Juli
2018

Vojma Huswagenamping

(km 2225)

 Es war fast die ganze Nacht hell hier oben - wenn ich kurz wach werde, ziehe ich immer kurz das Rollo hoch, um zu schauen .... könnten ja Elche oder Bären draußen rumstehen. Letztendlich schlafen wir aber dann beide bis 9 Uhr und fahren erst am späten Vormittag weiter. Es geht nach Fatmomakke - früher ein "Kirchort'" für die Sami. Nachdem die zwangsmissioniert worden waren, mussten sie mehrmals im Jahr zur Kirche kommen. Nicht jeden Sonntag, schließlich waren sie als Rentierhirten unterwegs oder wohnten megaweit weg von so einer Kirche. Um die Kirche rum hat man Hütten und Koten gebaut, in denen die Sami während ihrer Kirchbesuche untergebracht wurden. Ein hübscher Ort und wie alles hier nicht überlaufen.

Unterwegs finden wir einen Platz, wo wir Wasser tanken und das Klo leeren können - das eine fast leer und das andere ...

Weiter nach Vilhelmina, wo es auch eine Art "Kirchort" gibt, aber in diesem (etwas!) größeren Ort sind auch die alten Häuser und die Kirche viel größer. Kleiner ICA-Einkauf (ist auch sonntags geöffnet), dann weiter Richtung Tagesziel: Ein kleiner Campingplatz am Vojman, einem wilden und wohl fischreichen Fluss. Wir stehen direkt am Wasser - von den wenigen Nachbarn hören wir kaum etwas - das Wasser rauscht.

An sich ist der Fluß (Lachsforellen) und das Drumherum ideal für Bären - trotzdem habe ich mich bei unserer Ankunft ein bisschen erschrocken, als mir ein vermeintlicher Bär entgegen kam! Riesig, wollig, braun .... aber ich habe dann doch noch den großen Schwanz gesehen: Nur ein Hund! Nur wenig größer als Emma (na, die ist ja ganz schön groß!), aber viel schwerer. Sie ist ein brauner Neufundlänger - die norwegischen Frau- und Herrchen züchten solche.

14Juli
2018

Jetnemsälv

(km 2026)

 Eine total "vermückte" Nacht: Eigentlich ein toller Übernachtungsplatz, aber irgendwie muss es (gefühlten) 100 Mücken gelungen sein, ins WoMo zu gelangen. Die ganze Nacht derselbe Vorgang: Das Mückensurren weckt uns auf, Licht an, Mücken jagen und abmurksen. Jagen ist einfach, sie sind nach dem Blutsaugen ganz langsam geworden, hinterlassen dafür aber unangenehme rote Flecken. Das geht alle 1-2 Stunden so, möglicherweise auch öfter, ganz genau wissen wir das nicht mehr, als wir schon vor sieben (!) aufstehen und vor halb acht weiterfahren. Frühstück ist nach dem ICA-Einkauf in Strömsund.

Wir fahren wieder durch unglaublich viel Natur, halten an einer kleinen Ausstellung über Flora und Fauna in Lappland, klettern ein bisschen im Wald rum um die besten Bilder von einem kleinen Wasserfall zu machen und fahren später wieder hoch auf ein Fjell. Unser Womo-Führer hat einen Vorschlag für einen Übernachtungsplatz: Ohne Infrastruktur (viele Kilometer entfernt von allem), aber ein phantastischer Ausblick auf das Fjell mit den umliegenden Bergen und ein Wildwasser, dass sich in kleinen Fällen in einen Canyon stürzt. Wir versuchen ein Stück zu wandern, ist aber nicht einfach, weil es an vielen Stellen sumpfig ist. Macht nix, ist einfach schön!

13Juli
2018

Ockern

(km 1747)

Heute früh richtig früh hoch und los schon vor 9 Uhr. Der Sonnenaufgang so um 03:10, Untergang ca. 23:00 macht doch zu schaffen, dazu noch Vollmond.

Dann machen wir uns auf den Weg zu einem kleinen Abstecher nach Norwegen, für 6 km.

Die Straße folgt einer uralten Wegeverbindung nach Trondheim, eine alte Pilgerstätte für die Nordvölker, dementsprechend kreuzen wir auch dauern irgendwelchen alten Pilgerpfaden in ost-westlicher Richtung. Mehrfach kreuzen wir den St. Olavsleden - gut, dass es hier keinen Seehoferleden gibt :-)

Und unterwegs:

Der erste Elch am Wegesrand: das ist abgehakt. Erst wundern wir uns über die Autoschlange auf der anderen Fahrbahn (na ja, Autoschlange heißt hier oben vier Fahrzeuge, die alle gerade sehr langsam fahren), dann sieht Kerstin den Elch und ist völlig aus dem Häuschen: "Du musst wenden!" Zum Glück hat die Elchkuh Geduld und ist noch da nach unserem Wendemanöver. Kerstin ist zu aufgeregt zum Fotografieren und beschließt einfach nur zu gucken, aber Jens (der außerdem noch am Steuer sitzt) kriegt ein halbwegs gutes Bild hin. Wir wenden ein zweites Mal und setzen unseren Weg fort.

Hinter der nrowegischen Grenz, wieder zurück in Schweden, folgt eine 41 km lange Schotterpiste, aber sehr gut und glatt, 70 km/h sind allemal drin.

Wir folgen eine ganze Strecke den Kallsjön, einige nette Plätze am Wegesrand, und entdecken in Bonäshamn die "Drottning Sophia". Leider mit sehr eingeschränktem Fahrplan.

Wir schauen uns die Felszeichnungen im Glösabäcken an, ca. 6000 Jahre alt. Sie stammen wohl aus einer uralten Elchkultur, das wird auch deutlich an einer Hütte mit den Elchprodukten (inklusive Beine). Irgendwie gruselig, lauter Skelette und Beine ...
Auf einer kleinen Wanderung können wir auch eine uralte, inzwischen verbotene Jagdmethode erkennen: Fallgruben.

Noch einmal 10 km Schotterpiste führen uns nach Tulleräsen, dann wieder befestigte Straße zum Orchideensumpf von Forsasen. Die blühen zu sehr unterschiedlichen Zeiten, aber immerhin 2 entdeckt.

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass wir hier schon mal gewesen sind. Und richtig: auf der Suche nach einer Stelle zur Übernachtung finden wir diesen Platz hier, und sind jetzt völlig sicher: hier waren wir schon mal. Direkt am Wasser mit einer kleinen Halbinsel (Kerstin sammelt Blaubeeren für den Nachtisch), auf der wri auch Elchlosung finden (für Kalle: Losung sagen die Erwachsenen zur Elch-Kacke!)

 

 

12Juli
2018

Tännforsen

(km 1482)

Zuerst sind wir nach Svenstavik gefahren, wir mussten mal wieder zu ICA, auch wenn es nur das Wasser mit Kohlensäure ist, das fehlt. Das aber ist in Schweden nicht leicht zu bekommen. Aber mit der Hilfe einer deutschen Verkäuferin klappte es.

Dabei konnten wir gleich den (innerstädtischen) Womo-Platz besichtigen, gut zum Ver- und Entsorgen, einschließlich Grauwasser, was sich als nicht leicht herausstellt.

Hackas Kyrka: eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert, mit prächtiger Innenausstattung und mit Kalkmalereien. Daneben ein hölzerner Glockenturm.

Auf der Insel Fösö bei Östersund besteigen wir den Aussichtsturm für einen herrlichen Rundumblick, und nicht zu vergessen: im Café nette Verpflegung und Kaffee.

In Mörsil besuchen wir das "Kretslopphuset", das Kreislaufhaus. Dieser ökoöogische Bau ist sehenswert, Restaurant unter Blattwerk und ein riesiger Rosengarten, ich dachte Rosen werden nur nach Frauen benannt.

Nach Durchquerung eines Skigebietes bei Are (WM 2007) erreichen wir unseren heutigen Übernachtungspunkt: der größte Wasserfall Schwedens.

Leider regnet es etwas bei unserer Ankunft, umso abenteurlicher das Stromangebot:

Wie gut, dass es jetzt wieder trocken ist.

11Juli
2018

Asarna Ski Center

(km 1278)

Abenteuerlich wurde es ab Funasdälen, von dort an ging es auf einer für schwedische Verhältnisse befestigten Straße hoch aufs Fjell, der höchsten befestigten Straße Schwedens mit einer Höhe von 875 m ü.NN

Leider kann man hier keine Videos direkt einbetten.

Unterwegs gab es Rentiere, die lassen sich durch nichts erschüttern, traben gerne langsam vor dem Auto, nur nicht nach rechts oder links in die Büsche. Von den Finnen hatten wir aber gelrent, wie man es macht: einfach draufhalten, dann springen sie zur Seite.

Oben auf dem Fjell belohnte uns die Aussicht.

Der Versuch einer Wanderung ab Skrallan klappte leider wegen eines heftigen Regenschauers nicht.

Dafür mal wieder unbefestigte Straße zu einem Wikingergrab aus der Eisenzeit mit ca. 30 Gräbern in der Form eines Grabhügels in Langschiffform.

Am Över Grucken dann die verdiente Mittagsrast. Von befestigter Straße konnte hier keine Rede sein.

Die weitere Strecke nach Asarna war wenig befahren, entspanntes Fahren für Kerstin. Dort angekommen empfing uns mal wieder das Asarna Ski Center des mehrfachen schwedischen Olympia-Siegers Thomas Wassberg.

Wir entschlossen uns, den ursprünglichen Plan bis Svenstavik zu fahren, fallen zu lassen und hier auf einem Platz hinter dem Center stehen zu bleiben.

Aber eine kleine Wanderung zu einer alten Steinbrücke musste noch sein. Diese Wanderungen werden mehr und mehr zu einem Vierkampf:

1. auf Wegzeichen achten

2. auf jeden Schritt achten

3. auf den Kopf achten

4. Mücken erlegen

 

 

10Juli
2018

Tännäs

(Km 1085)

Unsere erste Station ist Sveg, die Stadt mit dem größten hölzernen Bären, der allerdings schon eine Stütze für den Kopf braucht.

Zu dessen Füßen findet ein Flohmarkt statt, den scheinen die Schweden zu lieben, auch gerne Haus-Flohmarkt, denn wir sehen alle Kilometer einen Hinweis auf "Loppis".

Hier können wir auch feststellen, dass das Bezahlen mit Handy selbst auf dem Flohmarkt an Bedeutung zunimmt, offensichtlich über eine Bezahl-App "Swich".

Das erste Mal Lebensmittel-Einkauf bei ICA.

Kurz hinter Seg an eine Badestelle.

In Hedeviken biegen wir links ab nach Nyvallen. 14 km "Naturstraße", das heißt entweder langsam fahren und jede Waschbrett-Welle mitnhemen oder mit 70 und viel Krach drüber hinwegfliegen. (Letzteres, denn Jens sitzt gerade am Steuer!)

Hier sind wir mitten in einem Wandergebiet, angeblich mit der höchsten Bärenpoulation in ganz Schweden. Das einzige, was uns begegnet, ist eine weiße Kuh. Ob die Bären uns beobachtet haben???

Wir entscheiden uns für den Familien- (Rentner-) Rundweg, verpassen aber eine Abzweigung. Rot und Orange (Markierung) sind halt schwer zu unterscheiden. Nach einer knappen Stunde immer geradeaus und nicht rund entscheiden wir uns zur Umkehr und finden dann den verpassten Abzweig. Na ja - wir sind halt sportlich.

 

Wir entscheiden uns für die Nacht für einen Stellplatz in Tännäs an einem Wandrerheim mit tollem Blick über das Tal, neben einer Kirche.

09Juli
2018

Fagelsjö

Km 876

Aufbruch um 10:30 über Rättwik nach Mora.

Ein großer Parkplatz ganz nahe an der Kirche und einer Einkaufsstraße.

Mora ist Startplatz des Wasa-Laufes, deshalb hier ein Museum.

Wir erinnern uns, dass wir hier schon mal waren, wahrscheinlich auf dem Rückweg aus Norwegen, denn hier gibt es auch das Museum des schwedischen Malers Zorn, das wir damals ausgiebig besichtigt hatten. Heute schlendern wir durch die Fußgängerzone.

Wir haben dann Orsa passiert, im nahegelegenen Bärenpark waren wir schon mal mit Inga, deshalb heute ausgelassen. Weiter auf der E45, Pause in Noppikoski.

Wir fahren zum Hamra Nationalpark, ein schwedischer Urwald. Eine Wanderung schließt sich an. Hier sollen noch Bilder folgen, aber es gelingt uns nicht, diese von ihrem Android-Handy auf diesen Windows-Rechner zu übertragen - zwei Welten halt.

Einen Stellplatz für die Nacht finden wir in Fagelsjö, ein kleines Dorf in der Nähe der E45, wie so oft mit Blick aufs Wasser.

Das Ärgernis des Tages: Kerstin hat eine Schramme in die Radabdeckung gefahren - ein Begrenzungsstein hatte sich zu sehr genähert ;-) 

08Juli
2018

Weiter nach Norden

Nach einer trockenen Nacht das erste Mal draußen gefrühstückt, bei bestem Sonnenschein.

Auf der kurvigen 63 fahren wir bis Kopparberg, dann weiter auf der 50 über Ludvika, Borlänge, Insjön, Leksand bis kurz vor Tällberg auf einen offiziellen Stellplatz mit einem ersten blick über den Siljan-See (km 706).

Unterwegs eine kleine Rast an der Straße mit einem sehenswerten "Kirchboot" für 20 Ruderer.

 

 

... und ein Fabrikverkauf von Clas Olsen.

 Unser Standort heute abend ist Tällberg - ein ruhiger und sehr hübscher Ort direkt am Siljan-See. Eine von uns macht sich auf zu einer Wanderung, der andere versucht Rücken und Knie auszuruhen. Die Wanderung ist superschön: Sie geht am See entlang, durch den Ort und durch den Wald. Letzterer ganz allein ein bisschen unheimlich, nur wegen möglicher Tiere allerdings, Menschen sind eh nicht unterwegs. Ich sehe ein Reh und einen außerordentlich korpulenten Hasen (kann man in der Natur dick werden?) Am See unglaublich viele Blaubeeren, später am Waldrand ein ganzes Meer von Himbeerbüschen. Ich brauche zwei Stunden für die 7,2 km - vermutlich weil ich so häufig zum Naschen stehen bleibe.

Trotz Hochsaison und Toplage ist hier längst nicht alles vollgestellt- schön für uns!

 

07Juli
2018

Nach Hällefors

In der Nacht hat es teilweise stark geregnet, aber dann war es wieder fast trocken.

 

(km 525)

Nachdem wir festgestellt hatten, dass das Blues Festival in Amal erst nächste Wochenende ist, haben wir uns auf den Weg in Richtung der vom WoMo-Führer vorgegebenen Strecke gemacht, das heißt Richtung NO.

Auf dem Besucherparkplatz eines Camping-Platzes haben wir etwas gegessen. 

Ein möglicher Stellplatz war in Filipstadt, neben einer Kirche und am Freizeithafen. Mir war das da zu laut, Straße genau nebenan. Bezahlenen ging nur über eine Handy-App.

Ein weiterer Stellplatz sollte beim Wanderer-Heim in Hällefors sein, der war aber voller PKW. Im Internet haben wir dann einen Campingplatz Sörälgens Camping gefunden. Er wird von einem Schweizer Paar betrieben. Nicht ganz günstig (291 skr), aber schön gelegen.

 

Nachdem wir uns das Viertel-Final-Spiel Schweden gegen England angesehen haben (leider 0:2) war noch eine Wanderung drin auf einen Aussichtsberg nebenan.

 

 

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