Mit dem WoMo in Schweden

Sommer 2018

 
28Juli
2018

wieder zu Hause

(km 4186)

Nach einer etwas unruhigen Nacht an Bord der "Sandinavica" (wegen des üppigen Essens, die See war ruhig) verließen wir ca. um 9:30 die Fähre.

Leider haben wir uns an die Ausschilderung zur Autobahn verlassen, ein Fehler, anstatt vor dem Hauptbahnhof zum Exer hochzufahren.

Und schon hatten wir nach 3 Wochen entspanntem Fahren in Schweden den ersten Stau und dichten Verkehr.

Zu Hause angekommen haben wir das Wohnmobil ausgeräumt und gesäubert, damit Inga und Thomas es heute noch übernehemen können - es geht wohl morgen nach Holland.

Insgesamt sind wir also 4186 Kilometer gefahren, bei einem Durchschnittsverbrauch von 9,8 l/100km haben wir 410 Liter Diesel verbraucht, der in Schweden übrigens um die 1,53 €/l kostet.

27Juli
2018

Göteborg

(km 4078)

Die letzten 75 km in Schweden. Aber erst haben wir in Trollhättan noch einen ausgedehnten Spaziergang gemacht, eine Seite des Kanals hoch bis in die Stadt, auf der anderen Seite wieder runter zu den Schleusen.

In Göteborg angekommen, haben wir uns erst einmal auf den gebührenpflichtigen Parkplatz neben dem Fährterminal gestellt, um auch hier nochmals einen längenen Weg entlang der Küste zu machen, nicht ohne zwischendurch einen Mittagssnack einzunhmen.

Jetzt folgt noch eine Nacht auf der Fähre (Abfahrt ist um 18:45), bevor wir morgen Mittag zu Hause sind.

Da heißt es dann noch das Wohnmobil ausräumen, damit die Kinder es für ihren Urlaub übernehmen können.

26Juli
2018

Trollhättan

(km 4003)

Unser vorletzter Tag in Schweden führt uns an unseren traditionellen Einstiegs-Ort bzw. in diesem Fall Ausstiegsort in Schweden. Nach einem Einkaufsstop in Lidköpping und einem Besuch des "Systembolaget" für eine letzte Rotwein-Ration für heute Abend bekommen wir auf dem Platz hoch über dem Wasser tatsächlich den letzten Platz in der ersten Reihe mit Blick auf den Kanal.

Und natürlich gibt es wieder Schleusen zu sehen, nur größer und mehr Höhenunterschied als bisher.

Die jetzt aktiven Kammerschleusen (4 in der Reihe) sind von 1911 und überwinden insgesamt 36 m. Immer wieder beeindruckend.

Und es geht noch größer:

25Juli
2018

Hajstorp 2

Wie gesagt .... ein zweiter Tag hier in Hajstorp.

Wir bestaunen das Schleusen der Schiffe, sind völlig erstaunt über eine Sunseeker und einen Riesen-Katamaran.

Wir wundern uns, wie die Oldtimer "Wilhelm Than" und "Juno" gerade und punktgenau in die Schleusen fahren, während das Riesen-Motorschiff es nur unter heftigem Einsatz von Bugstrahlruder vorne und hinten schafft. Und der Katamaran hat gleich aus Angst vor Kratzern eine Sicherheitsbeplankung aus Sperrholz aufgebracht. Na ja. Aber der Hammer: dieses Riesenmotorboot (wahrscheinlich ca. 15 Mio €) hat noch den Namen "Justice". Wer sich solch ein Schiff kaufen kann, kann sich offensichtlich nicht Geschmack und Stil kaufen.

Wir haben den Tag für einen Ausflug mit den Fahrrädern entlang des Kanals bis Sjötorp genutzt, immerhin hin und zurück knapp 30 Kilometer. Stolz!

Die Hitze macht uns ganz gut zu schaffen. Vor allem scheint es so, dass sie ihren Höhepunkt ca. 15:00 Uhr erreicht, wenn man damit nicht mehr rechnet. Auch nicht mehr mit einem Sonnebrand am vorletzten Tag. Im zweiten Teil unserer Radtour machen wir alle paar Kilometer eine Trink- bzw. Eispause!

Am Abend grillen wir ein letztes Mal.


 

24Juli
2018

Hajstorp

(km 3859)

Pläne werden gemacht, um sie zu verändern.

Heute morgen haben wir uns entschieden, Kristinehamn auszulassen und gleich an den Göta-Kanal zu fahren, und dann für 2 Tage.
Unser Ziel sind seit Jahren die Schleusen von Hajstorb/Riksberg, zwischen Lyrestadt und Törreboda. Immer wieder faszinierend sind die Schleusengänge über mehrere Kammern, so dicht sonst nur in Trollhättan zu besichtigen.
Wo kann man schon bis an die Schleusenkante gehen, um sich zu orientieren.

Wie waren wir überrascht, dass unser ehemaliger Geheimtip sich zu einem ordentlichen Treffpunkt von Wohnmobilisten gemausert hat - völlig belegt. Aber die "Chefin" des Wandererheims, die den Platz betreut, machte es für uns noch möglich: auf der Rückseite des Hauses. Wenigstens im Schatten.

Wenn wir dann noch das Glück haben, ein altes Passagierschiff wie die "Wilhelm Tham" zu sehen - besser gehts nicht.

Nachmittags sind wir dann noch ein ordentliches Stück am Kanal entlang gelaufen, bis Törreboda, hin und zurück 8,8 km, für ein Eis im Ort.

23Juli
2018

Västeras

(km 3651)

Jetzt rechnen wir die verbleibenden Tage schon rückwärts.

- Freitag Göteborg
- Donnerstag Trollhättan (ein Muss auf jeder Schwedenreise)
- Mittwoch irgendwo am Götakanal mit Schleusen
- Dienstag Kristinehamn
- heute Västeras

Also sind wir heute in der Ausschau nach geeignetem Platz (möglichst an einem Sportboothafen) hier auf dem Gästehafen von Västeras gelandet. Zur Stadt sind es zu Fuß ca. 15 Minuten, durch eine völlig verdörrte Grünanlage auf das Rathaus zu und dann verschiedene Straßen zur Domkirche.

Viele Geschäfte haben geschlossen, machen wohl Sommerpause oder Hitzeferien.

Ach ja, die Temperaturen steigen wieder über die 30°-Marke, wohl bis zum Ende unseres Schweden-Aufenthaltes.

Von Waldbränden haben wir bisher immer noch nichts gesehen.

22Juli
2018

Axmarbrygga Havscamping

(km 3452)

Völlig anderes Wetter in Harnösand: es hatte die ganze Nacht geregnet, zugleich gab es ein Musik-Festival, ich glaube das Konzert ging bis 1 Uhr, es war weit genug weg, um nicht zu laut zu sein, aber doch hörbar.

Einen Erfolg hatte der Regen: das Auto ist grob gewaschen worden.

Wir entschlossen uns, dass der Regen laut Regenradar sich nach Osten verzieht und wir ein ordentliches Stück nach Süden.

In Hudiksvall scheinen wir schon mal gewesen zu sein, irgendwie erinnerten wir uns. Wir verbrachten dort eine kleine Stadtrunde zur Mittagszeit. (Ergänzung Kerstin: In Hudiksvall waren wir schon mal, ich erinnere mich definitiv!).

Landeten dann schließlich hier in Axmar. Keine schlechte Entscheidung: es gibt hier viel zu sehen. Es gab hier eine Eisenhütte, davon stehen noch Reste, und das "Schloss" des Hüttenbesitzers, davon ist nichts mehr da, aber der umgebende Park lässt noch einiges erahnen.

 

Abends waren wir hier in einem Restaurant essen, wir dachten es muss mal sein (und Ingas Geburtstag war ja auch ein guter Anlass!). Das war eine ausgezeichnete Entscheidung: Tolles Essen und direkt am Wasser.

 

21Juli
2018

Harnösand

(km 3211)

Ein paar Kilometer und wir erreichen die Halbinsel Nordingra - hier waren wir vor allerlei Jahren schon einmal, haben aber längst nicht alles "geschafft" damals. Wir verbringen dieses Mal viel Zeit in "Manneminne" - ein Ausflugsziel, das man gar nicht richtig einordnen kann: Kunstausstellung, Freilichtmuseum, Technikmuseum, Sammelsurium, ... Jens hat mehr in der Kategorie Technik, Fahrzeuge, u.ä. fotografiert. 

Dann fahren wir zum kleinen Fischerdorf  Bönhamn - hier gibt es ein Café, einen kleinen Fähranleger für den Transport auf eine der kleinen Inseln, eine Badestelle. Parken kann man an sich nur vor dem Ort. Auf einem von Jens Fotos erkennt man die "Trockenanlagen" für Fisch, sieht aus wie lauter Teppichstangen mit Haken dran.

Übernachten tun wir heute in Härnosand - ein sympathischer kleiner Ort an der Küste mit verschiedenen Stellmöglichkeiten am Wasser. Wir sind am Sportboothafen.

20Juli
2018

Skuleskogen Entré Syd

(km 3077)

 Wir machen uns auf Richtung Küste. Auf dem Weg dahin halten wir an zwei der vielen Kirchen, die unterwegs zu finden sind. Die Kirche von Solberg ist ganz schlicht, aber sehr schön.
Die Kirche in Bredbyn ebenso schön, aber mit vielen bunten Schnitzereien. An der Kanzel sind vier Sanduhren angebracht - ob sie den Pastor daran erinnern sollen, dass die Predigt nicht zu lang sein soll? Im hinteren Bereich des Kirchenraumes, gleich hinter den Bänken, stehen die Tische und Stühle für den Kirchkaffee nach dem Gottesdienst. Gefällt uns!

An der Küste steuern wir Schwedens kleinsten Nationalpark an: Skuleskogan. Hier hat sich im Laufe der Jahrtausende das Land aus dem Meer herausgehoben (und tut das nach wie vor jedes Jahr 1 cm). Netz gibt es hier keins - wir werden also erst morgen berichten können.
Wir gehen auf eine ca. 8 km Wanderung - ein gut markierter Weg, teils auf Bohlen (s. Foto), zum Teil über Stock und Stein, was relativ anstregend ist: große Steine und ebensolche Baumwurzeln müssen bezwungen werden. Ziel ist zunächst eine imposante Schlucht und dann nach einer ordentlichen Kletterpartie zum Gipfel eine traumhafte Aussicht über Wald, Inseln, Meer. Hinterher sind wir stolz, dass wir das so gut hingekriegt haben! Wir übernachten auf dem Wanderparkplatz und belohnen uns mit leckerem Grillgut!

19Juli
2018

Åsele Camping

Keine neue Karte, immer noch am gleichen Ort?

Wir haben uns entschieden, nach 14 Tagen jeden Tag Fahrerei hier in Åsele auf dem Camping einen weiteren Tag zu verbringen. Den haben wir heute vormittag genutzt, um mal das Auto innen (Kerstin) und außen (Jens) aufzuräumen und zu säubern.

Heute Mittag sind wir dann in den Ort, haben versucht, die Kirche von innen zu besichtigen und sind in der "Konditeri" gewesen, lecker.

Hier findet jedes 3. Wochenende im Juli ein 3-tägiges Musikfestival (Kerstin sagt: ein Landmarkt, an dem auch Musik gemacht wird) statt, das die Einwohnerzahl von 1700 um 100.000 bis 120.000 Menschen anwachsen lässt. Wir sind froh, dass das am vergangenen Wochenende war. Die Campingplatz-Betreiberin ist noch mit umfangreichen Reparaturarbeiten beschäftigt.

Auch hier ein ortstypisches "Heimatmuseum", das von der Sammelleidenschaft der Schweden profitiert.

Soweit wir die überschriften der schwedischen Zeitungen verstehen, gibt es ein Problem mit Waldbränden, auch Inga hat sich gerade gemeldet. Hier merken wir nichts, aber die Karte ist schon heftig, an vielen Orten sind wir schon gewesen. Nun gut, wir werden nicht alleine in einer Waldlichtung übernachten. Der Weg an der Küste runter nach Stockholm scheint sicher zu sein, dann müssen wir weiter sehen.

http://www.spiegel.de/panorama/schweden-waldbraende-ausser-kontrolle-a-1219188.html

Wir sind ungefähr da, wo der blaue Punkt ist.

Gestern haben wir dann doch noch für den 27. die Fähre von Göteborg nach Kiel gebucht, das spart 600 km Fahrerei und bringt einen zusätzlichen Tag in Schweden.

 

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